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title: "A/B-Test"
url: "https://insideuxdesign.com/de/glossar/a-b-test"
language: "de"
description: "Was ist ein A/B-Test? Einfach erklärt mit Beispiel und Praxistipps. Erfahre, wie du Varianten fair vergleichst und typische Fehler vermeidest."
published: "2026-10-14T09:50:31+02:00"
updated: "2026-10-14T12:56:39+02:00"
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# A/B-Test

Ein A/B-Test ist ein Experiment, bei dem zwei Varianten einer Seite oder eines Elements gleichzeitig an zufällig aufgeteilte Besuchende ausgespielt werden. So entscheidest du anhand echter Daten, welche Variante besser funktioniert.

- **Buchstabe:** A

UX-Glossar

# A/B-Test

Ein A/B-Test ist ein Experiment, bei dem zwei Varianten einer Seite oder eines Elements gleichzeitig an zufällig aufgeteilte Besuchende ausgespielt werden. So entscheidest du anhand echter Daten, welche Variante besser funktioniert.

Stell dir vor, ein Onlineshop für Gartenbedarf überlegt, ob der Button im Warenkorb besser „Zur Kasse“ oder „Jetzt sicher bezahlen“ heißen sollte. Im Team gibt es zu beiden Varianten starke Meinungen, aber keine Daten. Statt weiter zu diskutieren, lässt das Team die Besuchenden entscheiden: mit einem A/B-Test.

## Einfach erklärt

Bei einem A/B-Test zeigst du zwei Versionen derselben Seite gleichzeitig verschiedenen Menschen. Die bisherige Version heißt Kontrollvariante (A), die veränderte Version ist die Testvariante (B). Wer die Seite aufruft, landet per Zufall in einer der beiden Gruppen und sieht nur diese eine Version. Am Ende vergleichst du eine vorher festgelegte Kennzahl, zum Beispiel die Kaufabschlüsse.

Das Prinzip kennst du vielleicht aus der Medizin: Eine Gruppe bekommt das neue Medikament, eine andere nicht, und die Zuteilung erfolgt zufällig. Genau diese Zufälligkeit macht den Vergleich fair, denn beide Gruppen sind im Schnitt gleich zusammengesetzt. Im Fachjargon heißen A/B-Tests deshalb auch kontrollierte Online-Experimente oder Split-Tests.

## Worauf es ankommt

Ein A/B-Test braucht eine klare Hypothese, also eine überprüfbare Annahme: „Wenn der Button Sicherheit betont, schließen mehr Menschen den Kauf ab.“ Idealerweise änderst du dabei nur ein Element. Änderst du mehrere Dinge gleichzeitig, weißt du hinterher nicht, was den Unterschied gemacht hat.

Außerdem brauchst du genug Traffic. Ob ein Unterschied echt ist oder nur Zufall, prüfst du mit der statistischen Signifikanz. Sie gibt an, wie unwahrscheinlich ein solcher Unterschied wäre, wenn beide Varianten in Wahrheit gleich gut wären. Üblich ist ein Konfidenzniveau von 95 Prozent. Dafür sind oft Tausende Besuche nötig. Die Nielsen Norman Group empfiehlt, Tests mindestens ein bis zwei Wochen laufen zu lassen und nicht vorzeitig abzubrechen, nur weil eine Variante kurz vorne liegt.

## Ein Beispiel

Zurück zum Gartenshop. Vorher: Der Button heißt „Zur Kasse“, und das Team rätselt, warum so viele Warenkörbe verwaist bleiben. Nachher: Zwei Wochen lang sieht die Hälfte der Besuchenden „Jetzt sicher bezahlen“. Die Variante B bringt spürbar mehr Abschlüsse, und der Unterschied ist signifikant. Gleichzeitig beobachtet das Team eine Kontrollkennzahl, etwa die Zahl der Retouren, um sicherzugehen, dass der Erfolg nicht an anderer Stelle Schaden anrichtet. Mehr über Kaufentscheidungen erfährst du im Artikel [Warum konvertieren Besucher zu Käufern?](https://insideuxdesign.com/de/blog/warum-konvertieren-besucher-zu-kaeufern).

## Häufige Missverständnisse

Ein A/B-Test zeigt dir, *was* besser funktioniert, aber nicht, *warum*. Warum Menschen zögern, findest du eher in einem [Usability-Test](https://insideuxdesign.com/de/glossar/usability-test) heraus, bei dem du ihnen über die Schulter schaust. Und ein statistisch signifikantes Ergebnis ist nicht automatisch relevant: Ein winziger Unterschied kann messbar sein und trotzdem den Aufwand nicht lohnen.

## In der Praxis

- **Hypothese vor dem Start notieren.** Schreib auf, was du änderst, welche Kennzahl sich bewegen soll und warum. Gute Hypothesen stammen aus Beobachtungen in der User Research.
- **Nur ein Element pro Test ändern.** So kannst du den Effekt eindeutig zuordnen. Für mehrere Änderungen gleichzeitig gibt es multivariate Tests, die aber noch mehr Traffic brauchen.
- **Laufzeit festlegen und einhalten.** Plane mindestens ein bis zwei volle Wochen ein, damit Wochentage und Wochenenden gleichermaßen enthalten sind.

## Verwandte Begriffe

[Usability-Test](https://insideuxdesign.com/de/glossar/usability-test), [User Research](https://insideuxdesign.com/de/glossar/user-research), [Microcopy](https://insideuxdesign.com/de/glossar/microcopy), [Dark Patterns](https://insideuxdesign.com/de/glossar/dark-patterns)

## Quellen

- [Tim Neusesser: A/B Testing 101. Nielsen Norman Group, 2024](https://www.nngroup.com/articles/ab-testing/)
- [Ron Kohavi, Diane Tang, Ya Xu: Trustworthy Online Controlled Experiments. A Practical Guide to A/B Testing. Cambridge University Press, 2020](https://www.cambridge.org/core/books/trustworthy-online-controlled-experiments/D97B26382EB0EB2DC2019A7A7B518F59)

## Weitere Begriffe

 [  ### ARIA

ARIA ist ein W3C-Standard, der HTML um Rollen, Zustände und Eigenschaften ergänzt. So erfahren Screenreader, was ein Element ist und wie es sich gerade verhält.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/aria) [  ### Affordance

Eine Affordance beschreibt, welche Handlung ein Objekt möglich macht und ob Menschen das erkennen: Ein Button lädt zum Drücken ein, ein Griff zum Ziehen.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/affordance) [  ### Alternativtext

Ein Alternativtext ist eine kurze Textfassung eines Bildes im HTML-Attribut alt. Screenreader lesen ihn vor, damit Menschen, die das Bild nicht sehen, dieselbe Information bekommen.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/alternativtext) [  ### Arbeitsgedächtnis

Das Arbeitsgedächtnis hält Informationen für kurze Zeit fest, damit du mit ihnen arbeiten kannst. Es fasst nur wenig, deshalb sollten Interfaces möglichst wenig Merkarbeit verlangen.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/arbeitsgedaechtnis) [  ### Atomic Design

Atomic Design ist eine Methode, Benutzeroberflächen aus kleinen, wiederverwendbaren Bausteinen aufzubauen: von einzelnen Elementen wie Buttons bis zu ganzen Seiten.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/atomic-design) [  ### BFSG

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet seit dem 28. Juni 2025 viele Unternehmen, bestimmte Produkte und digitale Dienstleistungen wie Onlineshops barrierefrei zu gestalten.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/bfsg) [  ### Barrierefreiheit

Barrierefreiheit bedeutet, dass Websites, Apps und digitale Dokumente so gestaltet sind, dass alle Menschen sie nutzen können, auch mit einer Seh-, Hör-, motorischen oder kognitiven Behinderung.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/barrierefreiheit) [  ### Card Sorting

Card Sorting ist eine Research-Methode, bei der Menschen Begriffe auf Karten in Gruppen sortieren. So siehst du, wie sie Inhalte gedanklich ordnen, und kannst eine verständliche Navigation planen.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/card-sorting) [  ### Cognitive Load

Cognitive Load ist die geistige Anstrengung, die nötig ist, um eine Oberfläche zu verstehen und zu bedienen. Je weniger unnötige Denkarbeit ein Design verlangt, desto leichter fällt die eigentliche Aufgabe.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/cognitive-load) [  ### Contextual Inquiry

Contextual Inquiry ist eine Research-Methode, bei der du Menschen in ihrem echten Arbeitsumfeld beobachtest und befragst. So siehst du, wie sie Aufgaben tatsächlich erledigen, nicht nur, wie sie davon erzählen.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/contextual-inquiry) [  ### Conversion

Eine Conversion ist eine gewünschte Aktion auf einer Website oder in einer App, etwa ein Kauf oder eine Anmeldung. Die Conversion Rate zeigt, welcher Anteil der Besuche dazu führt.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/conversion) [  ### Dark Patterns

Dark Patterns sind Gestaltungstricks, die Menschen zu Entscheidungen drängen, die sie eigentlich nicht treffen wollen, etwa versteckte Kündigungen oder vorausgewählte Zusatzoptionen.

 ](https://insideuxdesign.com/de/glossar/dark-patterns)
